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| The Sweetbacks, Nicotine Records, 2004 |
| Albert Danielsson |
Drums |
| Mikael Närmann |
Bass |
| Kim Larsson |
Lead & Rhythm Guitar |
| Daniel Ankarstrand |
Organ, Piano & Harmonica |
| Linus Hjellström |
Vocals, Lead & Rhythm Guitar, Organ (Fragile Constellations) |
| Gäste: |
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| Mange Lorinius |
Bass (Burn One Down & One Steamed Up) |
| Ante |
Piano (Room Without A View) |
| Padd |
Saxophone (Burn One Down) |
| Ina |
Vocals (Burn One Down) |
| Martin "Chicago" Svensson |
Background Vocals |
| Eddie Arena |
Floor Tom (No Sister No Fun) |
| Charles Nelson |
Space Echoes |
| The Sweetback-Up |
Background Vocals |
| Produziert von: The Sweetbacks & Martin Svensson |
Länge: 40 Min 38 Sek |
Medium: CD |
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| 1. No Sister No Fun | 6. The First Hit (Is The Sweetest) |
| 2. Napalm Heart | 7. Fragile Constellations |
| 3. A Room Without A View | 8. All Steamed Up |
| 4. Tiger | 9. Love Is A Gun |
| 5. Burn One Down | 10. No Sister No Fun (Video) |
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Erste Komplett-CD einer weiteren Band aus Schweden. Melodicrock ist es nicht, bleibt also nur Schweine (im) Rock.
In ihrer Biographie kommt das Wort Alkohol verdächtig oft vor und im Grunde klingen die fünf Burschen auch so. Ziemlich straight immer auf die Birne, laut, rumpelnd und fröhlich vor sich hin knatternd - so wie man ein halbes Hundert Bands aus Skandinavien kennt. Die beiden Fragen bei diesen Karachokapellen sind immer nur: Überwiegt der Punk oder der Rock & Roll und sind ihre Songs ein klein wenig eigenständig?
THE SWEETBACKS haben sich nach ein paar Demos und weltweiten Tourneen durch Südschweden für den Rock & Roll entschieden und somit haben sie direkt zwei Bonuspunkte vorneweg. Einen weiteren kriegen sie für ihre Melodien (ja ja, die haben welche!) und ein Gutzettelchen hagelt es obendrein für ihren fatalen Hang zu alten und älteren Helden wie den FACES, MC5, den QUIREBOYS und ähnlich gestrickten Schmutzfinken. Außerdem noch den Pin-Up Award 2004 für eine gewisse Ina und ihre oberversauten Vocals auf Burn One Down. Ich meine nicht den Text, sie kräht ja immer nur den Refrain, die Stimme ist's.
Einen Punktabzug gibt es für Sänger Linus Hjellström, der mir manchmal zu affektiert rüberkommt. Das wird aber locker durch den verschärften Einsatz diverser Pianos und Orgeln wettgemacht und außerdem schrubben Linus und Kim Larsson gar heftige Rhythmusgitarren. Das wäre dann der AC/DC-Hardrock Bezug in der Musik der SWEETBACKS.
Viel Retro, viel Honky-Tonk, diverse Sixties- und frühe Seventies-Chöre und das ganze unter dem Mäntelchen unbeschwerter Punk'n'Glam Rotzbuben.
Es gibt etliche massive Ohrwürmer, beispielsweise The First Hit (Is The Sweetest), das irgendwo zwischen STONES und RAMONES laviert. Oder der Opener No Sister No Fun, der den Mitt-Siebziger KINKS nahe kommt. Womit wiederum der Bogen zum Brit-Rock geschlossen wäre, denn die BEATLES sind ebenfalls immer wieder ansatzweise zu erahnen. Nachgeburten wie OASIS werden bewusst und konsequent ignoriert, lieber gibt man sich sleazig-boogiesken Gitarrenkaskaden hin. Recht so.
Dass THE SWEETBACKS noch deutliches Entwicklungspotential haben wird in Knallern wie A Room Without A View deutlich. Mit ein wenig zurückgenommener Stimme - also weniger Kreisch - und noch konsequenter durchgezogener Blooze'n'Boogie Attitüde stünde die Nummer fast auf einem Niveau mit Evergreens a la Miss Judy's Farm oder 7 O'Clock von den QUIREBOYS. Aber das wird noch - wenn die Band diesen (vernünftigen) Weg wählen wird. Die "Jubelgitarren" (Ihr wisst was ich meine?) sind auf jeden Fall noch ausbaufähig und ich würde es begrüßen.
Die Quotenballade gibt es natürlich auch, Fragile Constellations ist nicht mal übel und geht wieder in die Ecke FACES.
Nicotine Records aus Italien haben mit diesen Schweden einen guten Fang gemacht. Und Fans gut gemachter Schweinerockmusik sollten den Fang auch machen. Gut!
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