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The Steve Schuffert Band

Plug In And Play,
Terminal Blue &
In Color

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Link Plattenfirma, Kaufen & mehr Info:
Fortune Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Plug In And Play
Terminal Blue
In Color
The Steve Schuffert Band Tour 2002 (Locations bitte aus unseren Tourdaten entnehmen):
07.02. PL Stettin - The Blue Crow
08.02. PL Debno
09.02. PL Chojna
09.02. PL Moryn
14.02. Ulm
15.02. Rudolstadt
16.02. Heuthen
17.02. Eisenach
18.02. Halle
19.02. Suhl
21.02. Gotha
22.02. Wolfenbüttel
23.02. Eisenberg
27.02. Langenfeld/Richrath
01.03. Werdohl
02.03. Rhede/Bocholt
06.03. Wetzlar
08.03. Emden
09.03. Mühlheim
10.03. Neuss/Düsseldorf
11.03. Eschweiler
14.03. Wiesmoor
15.03. Bad Driburg
16.03. Reitwein
17.03. Berlin
21.03. Koblenz
22.03. Fulda/Künzell
23.03. Dietersburg
27.03. Spaichingen
28.03. Tettnang
29.03. Lorsch
30.03. Freudenburg
31.03. Kirchheim/Teck
04.04. Sonthofen
05.04. Thalheim
06.04. Meidelstetten
07.04. Tübingen
08.04. Friedrichshafen
10.04. Leer
11.04. Delmenhorst
12.04. Hamm
13.04. Isernhagen
14.04. NL Dötinchem
17.04. Karlsruhe
18.04. Fellheim
19.04. Bad Waldsee
20.04. Öpfingen
22.04. Salzburg
24.04. München
25.04. Gera
26.04. Nordhausen
27.04. Mühlhausen
30.04. Hildesheim
03.05. Duisburg
04.05. Bremen
06.05. Ulm
Quelle: www.fortunerecords.com
Plug In And Play, Terminal Blue & In Color, Fortune Records, 1997, 1999 & 2001
Steve Schuffert Guitars, Vocals, Keyboards, Bass, Percussion
Mat Carmichal Drums, Vocals
Pete Tomarakos Bass, Vocals
Gäste:
Joe Mangloan Horns ("Terminal Blue")
Vicky Carioco & Shelly Smith Backing Vocals ("Terminal Blue")
Produziert von: Steve Schuffert Länge: 68 Min 36 Sek, 58 Min 20 Sek & 56 Min 33 Sek Medium: CD

ROCK & ROLL!
So kann man das Schaffen und Leben des Steve Schuffert in Kurzform beschreiben.

Seit 15 Jahren existiert die Steve Schuffert Band, seit 14 in unveränderter Besetzung, und seitdem rocken sich die drei sprichwörtlich den Arsch ab. Clubs, Festivals, Tour, wieder Clubs und dazwischen in 4 Jahren 3 CDs aufgenommen. Mal als Opener für Johnny Winter, mal im 100 Mann-Club in Kleinwanzleben, in Montreaux beim weltberühmten Jazzfestival und in Münchens winzigstem Kellerclub, dem Hideout. Schuffert taucht zwischendurch auch mal bei Steve Earle, Michael Stanley oder Rick Derringer auf.

Wer den Spruch von der hart arbeitenden Band immer noch nicht glaubt, sollte mal flugs unsere Tourdaten betrachten. 57 Konzerte in 3 Monaten, kreuz und quer durch Deutschland, bisschen Polen, etwas Holland.
Damen und Herren: Das ist Hardcore! Vielleicht nehmen sich ein paar verhätschelte Jungs, denen der Weg von Klein- nach Großkleckersdorf zu weit ist, mal ein Beispiel.

Mir ist nicht bekannt, ob es vor 1997 bereits Plattenveröffentlichungen gab. Aber die drei vorliegenden Alben sind ausreichend, um den Output der meisten anderen Bands in den Schatten zu stellen. 44 Songs auf 3 CDs, insgesamt gut 3 Stunden und maximal 3 schwächere Nummern dabei. Alle drei Scheiben sind übrigens beim kleinen Ulmer Label Fortune Records erschienen.
Und das Beste: Es gab in diesen 4 Jahren eine konsequente Entwicklung.

"Plug In And Play"

Vielleicht kann man dieses Album als Mainstream Blues Rock bezeichnen? Grob in die Abteilung Gary Moore einzuordnen, aber mit einer ganzen Zwölferpackung mehr Eier, als sie unser Showmusikant Gary jemals in der Pfanne hatte.
Dazwischen sind ein paar Reminiszenzen an Leute wie Pat Travers (Sight to the blind), Rick Derringer und natürlich Johnny Winter zu hören. Steve lässt erfreulicherweise den einen oder anderen Ton weg, was dem Hörer einen Fuddel-Overkill erspart, der Band und der Musik aber Platz zum Leben lässt.
Ab und an werden schon auch deftig Keyboards aufgeladen, aber auch hier wird uns Pseudo-Blues a la .... (beliebigen Namen bitte selbst einsetzen) erspart. Und manchmal klingen ein paar alte AOR-Helden wie REO Speedwagon oder Journey durch (All torn up), gar 38 Special aus den 80ern meine ich zu hören (Can't live without your love).
Soll heißen: Wenn Mainstream, dann von der besseren Sorte.

Eines muss man Steve nämlich konstatieren: Er hat ein Händchen für Ohrwürmer, für Arrangements und für eine feine Produktion.
Natürlich geriert er sich gern mal als Gitarrenheld, kann er schließlich auch, aber es steht immer der Song im Vordergrund, immer ist die Melodie präsent. Ok, bei Stone free vielleicht nicht, aber das ist ja auch von Jimi. Das einzige Cover übrigens.
Dazu noch ein Mörderboogie wie Love me Baby, ein sich aufbauender 9 Minuten-Blues (Baby left the other day), ein paar schöne akustische Gitarren (Let it rock), ein ZZ Top-Southern Rocker (That's the way the story goes) und ein perfekter Hardrocker wie Hot love, fertig ist eine sehr feine Platte.

Sollte das wirklich der Erstling sein, Hut ab! Lange kein so starkes Trio gehört, denn was die beiden Jungs am Bass und Schlagzeug treiben, ist mitnichten Begleitmusik.

"Terminal Blue"

Wie alle drei CDs, in Nashville aufgenommen, trotzdem countryfrei (außer Worry no more, sehr schön), kommt Album #2 gleich zu Beginn ganz anders. Ain't no saint stürmt als brachialer Blues'n'Boogie daher und macht Spaß und zeigt wo es anno 1999 lang ging.
Wer das noch nicht kapiert, kriegt anschließend Long way to go um die Ohren gehauen. Mit echten Bläsern und so was von abgehend. Und so geht das weiter, Boogie, Blues und Rock & Roll satt.

Die einzige Covernummer hier ist übrigens Fool for your stockings, von dieser little ol' band from Texas. Wer's kennt...
Das Steve auch gecovert wird, kann man auf dem besten Album von Tommy Castro ("Can't Keep A Good Man Down") nachhören. Der übernimmt nämlich Suitcase full of blues, einen leicht funkigen Groover. Interessanterweise stammt die CD von Castro aus dem Jahr 1997, Steve hat also seinen eigenen Song erst zwei Jahre später aufgenommen. Im All Music Guide kann man einen sehr interessanten Text über Tommy Castro, geschrieben von Cub Koda (Brownsville Station, R.I.P.), nachlesen.

Es geht natürlich nicht nur geradeaus, der Gitarrenfreak wird mit feinstem Stoff bedient (Voodoo woman), es gibt wieder einen perfekten Ohrwurm mit Freight train love, anschließend geht es durch The devil's door wieder dahin, wo nur die ganz "bösen" Jungs hinkommen, in die Shuffle-Hölle.
Immer wieder sind die latenten Southern-Anklänge zu hören. So wie der singt, so wie der spielt, so wie der seinen Arsch beim Tanzen dreht...

"In Color"

Step 3 einer konsequenten Entwicklung. Dominierte bisher Blues und seine "Auswüchse", geht die Band hier einen Weg, der ungewöhnlich ist. Ich will es mal so formulieren: Heavy-Americana-Blues-Desert-Southern-Modern Rock & Roll.

Heavy wegen einiger Songs, wie dem Opener Hiway 51 oder Down to the bone, die wirklich heftig knallen und direkt zum headbangen verleiten, southern für beispielsweise Backup man, quasi der Song, den ZZ Top seit 20 Jahren nicht mehr hinkriegen, eine Symbiose aus "echtem" Hammer und "synthetischem" Groove, den Americana-Award gibt's für Lonely Angel und I was a fool und ein paar andere, weil es nämlich Songs sind und nicht (wie so oft) nur geschrabbelt wird, Rock & Roll und Blues (Pearls to the swine, hähä) grinsen einen sowieso hinter jeder Ecke und Kante der CD an (Ecken und Kanten hat es genügend) und die Wüste kommt spätestens bei One more time über einen. Eine sehr südliche Wüste allerdings. Modern klingt das alles aufgrund der perfekten Produktion.

Wer dann bei Walk on down the road die Klapperschlangen zwischen dezenten Lynyrd Skynyrd-Tönen hört, liegt richtig.
Gar einen Little Feat'schen Groover kriegt man geboten. One woman man wächst allerdings dann zu einem klasse Boogie heran. Und das Sax klingt nach Edgar Winter.

Steve Schuffert und seine Band haben über 4 Jahre eine Entwicklung vollbracht, für die andere Musiker Jahrzehnte brauchen, die dann aber zwangsläufig nicht mehr frisch, spontan und ehrlich klingen.
Ich will und kann keine der drei CDs favorisieren, auf jeden Fall kann ich versprechen, dass die Konzerte der Band hochspannend sein werden.
Vorausgesetzt, man ist Fan von hart rockendem Blues in allen seinen Variationen. Check it out!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 21.02.2002

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