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| Popmetal, Eigenvertrieb, 2008 |
| Donny D'Marco |
Vocals |
| Eddy Clifford |
Guitar & Backing Vocals |
| Danny Duke |
Guitar & Backing Vocals |
| Mick Murdoc |
Bass & Backing Vocals |
| Pete Loveless |
Drums & Vocals |
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Länge: 31 Min 59 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Mrs. Bigunz | 5. Fear My Lovin' |
| 2. Gloria | 6. Home Is Where My Heart Is |
| 3. Cold Nightz / Hot Love | 7. Gloria (Extended Version) |
| 4. Arrested! | |
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"I'm a sexual warrior - Honey, fear my gun!" Hohoho, ein Satz für die Geschichtsbücher der Frauenbewegung. Ebenfalls gut: "Girls have to look at me to get a wet panty." Halleluja, in gewissen Kreisen lassen solche Statements die Damen zur Schere greifen - und damit ist nicht die Friseurinneninnung gemeint.
Ohne sofortige Bestrafung dürfen in unserer emanzipierten Gesellschaft nur allgemein anerkannte Machos wie Horst Schlämmer oder eben echte Rock'n'Roller wie SYZZY ROXX solche Weisheiten von sich geben. Letztere tun es auf ihrer zweiten CD "Popmetal" freundlicherweise reichlich.
Leider reicht es trotz neuem zweiten Gitarristen und dadurch nur fürs Mikro freigestelltem Sänger genau wie beim Erstling "Glamournizer" wieder nur für knapp mehr als eine halbe Stunde Bums'n'Glam Metal, dafür sind die CDs allerdings auch für einen fairen Kurs über die Homepage zu bekommen. Trotzdem, 30 Minuten sind zu wenig, vor allem wenn der Song Gloria doppelt kommt. Dann, bitteschön, möchte man wenigstens mehr von der Schönen mit dem unfassbaren Waschbrettbauch auf dem Cover sehen, die fünf Vögel von der Band sind ja nun wirklich kein Ersatz.
"Popmetal" heißt das Produkt, doch niemand muss sich fürchten. So sexuell uninteressant die Jungs für jeden Hetero sind, so klug ist der Begriff Popmetal erkannt und umgesetzt. Was haben denn POISON, VAN HALEN, KISS, CINDERELLA und all die anderen vor 20 oder 30 Jahren gemacht? Metal zu Pop oder einfach gleich ganz schamlosen Pop, wie er damals eben populär war. Aus Detroit Rock City wurde I Was Made For Lovin' You, POISON kamen gleich mit der Megaballade Every Rose Has Its Thorn und die Van-Halen-Brüder hatten sowieso den perfekten Frontkasper. Der Unterschied zwischen denen und SIZZY ROXX ist einfach der, dass sich die Niedersachsen nicht mit Jump und Rosen und Disco aufhalten, sondern mit einem eindrucksvoll fetten (sagen Neider: aufgeblasenen?) Sound einmal mehr straight aufs Auge hauen - auch wenn dabei eine Tränenballade wie Home Is Where My Heart Is herauskommt.
Es wird gemein geshuffelt in Mrs. Bigunz oder bedauernd in Liebeskummer zerflossen in Gloria ("I saw you walking with another man, it hurts to see you again" ist aus dem wirklichen Leben gegriffen; glaubt dem Schreiberling).
Hymnisch wird's bei Cold Nightz / Hot Love und dann kommt der für SIZZY ROXX inzwischen offenbar obligatorische Hit: Ähnlich ohrwurmig wie vor zwei Jahren High-Heels Patrol ins Gemächt trat, rauscht nun Arrested! an - und bringt uns auch gleich noch ein wundervolles Double-Lead-Solo mit. Grandiose Nummer.
In Fear My Lovin' schwelgt schlussendlich jemand in seiner Verehrung für Herrn Dirkschneider. Gut gemacht, gut gebrüllt.
SIZZY ROXX sind eine gute und ehrlich sympathische Band, grade eben weil sie sich so offensichtlich bewusst mit ihrem Habitus angreifbar machen. "Popmetal" ist eine gute und ehrlich sympathische CD, weil sie wunderbar rockt und ein paar Highlights hervorbringt. Aber nun ist es an der Zeit für die Herren, dass sie erstens live Eier zeigen und zweitens ihre nächste CD zu einem richtigen LONGplayer machen. Bitte. Danke.
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