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Schluff Jull:

Heartlines

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Heartlines
Heartlines, Taxim, 1996
Olaf Kalemba Lead Guitar, Vocals
Heinz Wiskozil Lead Guitar
Ulrich "Schwiefi" Schwiefert Bass
Thomas "Thommy" Holtschoppen Keyboards, Background Vocals
Karl-Heinz "Kalla" Bockholt Drums
Michael Becker Percussion
Georg "Schorsch" Ricken Trumpet, Background Vocals
Charles "Charly" Eling Alt Sax
Theresia Moerders Alt Sax
Klaus Rikken Trumpet
Als Gast: Peter Skroblin Background Vocals ('Trouble')
Michael Arndt Sound
Produzent: Hans-Hermann Pohle, Live aufgenommen im Marienheim, Viersen, 16.12.1995 Länge: 66 Min 37 Sek Medium: CD
1. Big City Dreams (5:23)7. Ghostdance (3:22)
2. Right As Rain (4:43)8. Shadows Of The Past (5:32)
3. Trouble (5:11)9. Twins Dream Song (9:28)
4. Heartlines (10:30)10. On The Land (5:11)
5. Classic Sweat Poze (3:52)11. The Night (9:41)
6. Playin' In The Band (3:37)

10 Jahre dauerte es, bis die Schluffs endlich ihre erste CD herausbrachten. Live eingespielt in Marienheim.
Schon nach den ersten Tönen war mir klar, diese CD ist für mich gemacht. Es war wie ein Schuss der meinen Bauch und Kopf traf.

Big City Dreams, eine Symbiose aus Rock und Blasinstrumenten, dazu 'ne Stimme wie Neil Young.
Beim zweiten Song legt die Bläsersection ein Intro hin: Wer da ruhig bleibt lebt nicht mehr. Die psychedelische Gitarre und die Bläser schenken sich nichts.
Das dritte Stück läßt dann wieder Zeit etwas ruhiger zu werden, obwohl auch dieses Stück vom Tempo lebt.
Dann der Titelsong, Heartlines: Ein dicht gewebter Teppich aus Percussion und Gitarre, plötzlich aufgelockert durch Bläsereinsatz. Schade, daß das Stück nach 10 Minuten schon zu Ende ist.
Doch es fehlt die Zeit dem Stück nachzutrauern, kommt doch mit Classic Sweat Poze eine starke Interpretation des Bluesstückes von Dirk Hamilton.
Track 6 leitet einen Stilwechsel ein. Keyboard und Rhythmusgitarre geben das Tempo vor, dann wird's jazzig und sogar etwas funkig.
Funky auch Ghostdance, untermalt von starken Gitarrenläufen. Nach einem an Blood Sweat & Tears erinnernden Bläserintro höre ich ihn wieder: Neil Young und auch diese psyedelische Gitarre ist wieder da.

Ganz anders Twins Dream. Ich stelle mir vor morgens um 4 ohne Geld und Freunde auf einer New Yorker Strasse zu stehen. Genau diese Stimmung vermittelt mir der Song. Eine klagende Trompete, unterstützt durch eine nicht minder klagende Gitarre. Aber ich habe nur neuneinhalb Minuten Zeit diese Stimmung zu erleben, denn Titel Nummer 11 hat durchaus Ohrwurmqualität.

Dann kommt er, mein, ich weiß nicht wievielter Lieblingstitel dieser CD: The Night. Laut Band hat dieses Stück die Schluffs zusammenrücken lassen und ihnen klargemacht, worum es ihnen bei der Musik geht. Ich hab's auch verstanden, Schluff Jull sind keine Musiker im herkömmlichen Sinne. Sie sind zu einer Familie zusammengewachsen.
Auch The Night, diese Collage aus Bläser- und Rocksection ist nach 10 Minuten viel zu früh vorbei. Mein Wunsch ist es, diese Band und diesen Song einmal live zu erleben.

Ulli Heiser (Impressum, Artikelliste), 18.03.01

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