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Rockin' Bones:

Just The Right Time

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Just The Right Time
Just The Right Time, Eigenvertrieb, 2001
Bernd Wolff Guitars, Vocals
Jörg "Oddi" Teiwes Basses, Backing Vocals
Joey Zöller Drums, Percussion, Backing Vocals
Produziert von: Rockin' Bones Länge: 49 Min 19 Sek Medium: CD
1. Hallo Hallo (3:23)7. Keep Your Love (4:08)
2. We Wanna Rock It (4:03)8. Let Us Make A Party (3:03)
3. Bad Bad Boy (4:48)9. Long Long Way (5:13)
4. Maybe (3:59)10. Let Me See (3:51)
5. Come On (3:53)11. Give A Little Love (3:02)
6. Just The Right Time (4:09)12. Lady (5:48)

Wenn's in den nächsten Zeilen ein wenig zittrig wird beim Lesen, keine Bange. Das bin nur ich, weil ich grad hier sitze und mit dem Kopf wackle und den Füßen stampfe.
Typisches Anzeichen für BSE, wird der anspruchsvolle und gepflegte Joe Cocker-Gourmet sagen.
Mir doch wurscht, sagt der seit Jahren von Film, Funk und Fernsehen gequälte Boogiefan. Lieber BSE und Spaß dabei, als an Langeweile bei Sascha und Konsorten eingegangen.

Zum Wesentlichen. Die Rockin' Bones kommen aus Nordfriesland und haben dort ganz offensichtlich den Dünnpfiff in der Musikszene der letzten Jahre noch nicht mitbekommen (Kleiner Friesenscherz am Rande. Natürlich weiß ich, daß es dort oben auch schon Strom gibt. Wenigstens an den Kuhzäunen).
Auf jeden Fall ist sich dieses Trio nicht zu blöd, im Jahr 2001 noch ganz genau die gleiche Musik zu machen, wie viele viele Jahre vorher folgende Dinosaurier: Trans Am, Accept (ganz früher), Spider (die Briten), AC/DC und die anderen, wie heissen die noch gleich? Krampus Go? Schampus Wo? Ist aber auch wurscht. Finden tut man die auf jeden Fall im Home of Rock auch. Schaut also selber nach (aber erst, wenn Ihr hier fertig gelesen habt).

Kurz gesagt, die Bones scheissen sich so gar nichts um irgendwelchen Trendkram. Der Sänger (Bernd Wolff) kräht und schreit, daß sich die Balken biegen und gleichzeitig spielt er ausgesprochen ausdauernd BOOGIE! Jetzt hab ich es gesagt das böse Wort und jetzt sind sie alle weg von dieser Seite. Die Kopfsockenträger. Macht's gut Jungs.

Man hört der Platte so manchen kleinen Produktionsmangel an. Die Aufnahmequalität der Songs schwankt ein bisschen. Aber, whom juctum, wie der Lateiner sagt. Warum ist mir nur grad der Name von dieser anderen Band nicht eingefallen?
Und manchmal ist der Gesang auch nicht grade besonders "variabel". Aber Udo D. singt auch nicht im Knabenchor. Und beim ersten Lied, Hallo Hallo, wurde es mir nach gut 2 Minuten etwas zu banal. Das dauert aber auch nur 3 1/2.
Ansonsten gibt es ein paar Kracher aus der Hard Rock-Abteilung. Wie gesagt, ich fühle mich direkt an die frühen Accept oder Trans Am (kennt die noch irgendwer?) erinnert.
Und der Rest ist eben BOOGIE. Man muß scheinbar alles zweimal sagen. Jetzt ist sicher der letzte H.-R. Kunze Fan weg...

Hör' ich Maybe, fällt mir sofort ein Song namens Gerdundula ein. Dämmert's jetzt?
Und jetzt Alle: Come On, Let Us Make A Party und es ist Just The Right Time für die Lady. Und ein Bier.

Man braucht wohl gute Nerven, um als Band so standhaft diese Musik zu spielen und sich dabei im Ausfallschritt den Mist des Lebens rauszuschütteln. Die Rockin' Bones machen das auf jeden Fall. Wenn es eine Therapie ist, gut. Mir macht's auf jeden Fall ganz großen Spaß.
Wo kriegt man schon noch solche Musik geboten? Balladenfrei (ok, Keep Your Love ist etwas langsamer), durchweg rockend und ohne Scheu vor den "schlimmsten" Plattitüden dieser Musik (der Text von Let Us Make A Party erfüllt alle diese "Wünsche" und ich würde gern dabei sein).

Ganz grob sind die vier letzten Lieder auf dieser CD. 18 Minuten Boogie pur (ich schreib es jetzt klein, der Herr Oberstudienrat ist eh nicht mehr da, oder?). Live müssen die Jungs mit solchen Nummern die reinen Animierschlampen sein. Wobei wir schon bei einem Termin sind, den ich mir eigentlich nicht entgehen lassen sollte. 4. August 2001 beim Rock am Bach in Eigeltingen am Bodensee.

Und weil der gemeine Rock & Roller eine arme Sau ist, gibt es diese CD direkt bei der Band (Link steht links oben) für lächerliche 18 Kiesel. Da bleibt noch was für ein zweites und drittes und viertes Bier übrig.
In diesem Sinne: Head down to Rock'n'Boogie.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste) 24.07.2001

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