HoR Logo kl CD-Review:

Logo Rhino Bucket

And Then It Got Ugly

Logo Home-of-Rock
Startseite > Alle Bands von A-Z > Rhino Bucket > And Then It Got Ugly

Link Homepage:
Offizielle Rhino Bucket Homepage
Link Homepage:
Rhino Bucket @ MySpace.com
Link Kaufen:
Just For Kicks Music
Link Kaufen:
Amazon.de
Link Plattenfirma:
Acetate Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
And Then It Got Ugly
And Then It Got Ugly, Acetate Records, 2006
Georg Dolivo Vocals, Guitar
Brian Forsythe Lead Guitar
Reeve Downes Bass
Jackie Enx Drums
Gäste:
Pat (Frenchie) French Harmonica (Monkey Boy Highway & Word)
Marcy, Scott & Deme Background Vocals (I Was Told)
Produziert von: Stefan Sigerson Länge: 41 Min 44 Sek Medium: CD
1. Welcome To Hell7. Hammer & Nail
2. Dead & Well (Livin' In Texas)8. Invisible
3. Don't Bring Her Down9. She Rides
4. Monkey Boy Highway10. Blood, Sweat & Beers
5. Smile (Beg For Your Love)11. I Was Told
6. Word

"And Then It Got Ugly". Nun ja, schöner sind die Herrschaften um Georg Dolivo in den 12 Jahren seit ihrer letzten Platte "Pain" nicht geworden. Ausgenommen die Schlagzeugerin Jackie Enx, die früher mal als Kerl bei RHINO BUCKET trommelte - allerdings nicht auf "Pain", da saß ironischerweise Simon Wright an den Pauken. Der ist bekanntlich der Stoiker von DIO und war in den Achtzigern bei... AC/DC. Also eben jene Band, die für RHINO BUCKET die Grundlage ihres Daseins darstellt.
Dass die Rhinozerosse überhaupt noch leben, ist an sich schon eine Überraschung. Jahrelang hielt man sie für ausgestorben, aber irgendwo im tiefsten Rock & Roll-Underground-Dschungel tobten sie seit 2001 wieder herum. Für eine CD hat es nicht gereicht, zuhause in Amerika hatten RHINO BUCKET nie besonders viel Aufsehen erregt, aber die Botschaft wurde sehr wohl in Europa gehört und auch wir bekamen einige Anfragen von Lesern, die wissen wollten, wann denn die neue Scheibe endlich käme. Hier ist sie. And then it got Boogie!

Wir ersparen uns an dieser Stelle das Gedöns vom Klon der großen Australier. Das sollen gerne die tun, die AC/DC als Drei-Akkord-Kult bezeichnen und in ihrem Leben nicht mehr verstehen werden, dass Rock & Roll nicht zwangsläufig die Hirnströme, sondern bevorzugt das Wohlfühlzentrum aktivieren muss. Ja, auch ich habe Bon Scott noch live gesehen, ja, es war unglaublich, ja, ich bin froh um jede Band, die im Jahr 2006 noch solche Partystimmung verbreitet. Und nebenbei ist mir sehr wohl bewusst, dass Sigmund Freud gerade seinen 150. Geburtstag feiert und dass der FCB wieder Meister und Ulrike Meinhof 30 Jahre tot ist. Aber ist das alles wichtig? Um mit Georg Dolivo zu sprechen: "I don't care, I don't give a shit... smile your life away".
RHINO BUCKET sind wieder da - und sie sind noch genauso geil wie 1990 bei ihrem großartigen Debut.

Man braucht eine größere Portion Fatalismus und Humor (klasse Coverbild übrigens), um heutzutage solch gänzlich von irgendwelchen Trends unbeeinflusste Musik zu machen. Natürlich werden viele sagen, RHINO BUCKET wären retro und im Grunde nur eine Coverband. Wenn alle, die nächstes Wochenende zu irgend einer Coverband als zahlende Gäste pilgern, sich "And Then It Got Ugly" kaufen, wird Dolivo sicher nichts gegen diesen Vorwurf einzuwenden haben. Seine Existenz wäre gesichert, die Band könnte entspannt auf Tour gehen und bald die nächste CD aufnehmen. Das wird aber wohl nicht passieren, also müssen die Herrschaften weiterhin Songs wie Blood, Sweat & Beers schreiben und spielen, damit sie überleben. Einfache Message: "No one wants to have a dead beer". Die Musik ist natürlich auch einfach: Ein Schreihals mit seiner Rhythmusgitarre, ein deutlich von Chuck Berry geprägter Leadgitarrist, dahinter eine hart schwitzende Schwungmasse mit vieeel Tiefton und durchgetretener Fußmaschine. So hat das immer funktioniert, so wird das immer sein, Rock & Roll is here to stay.
Die songwriterischen Überraschungen auf "And Then It Got Ugly" halten sich in überschaubaren Grenzen. Monkey Boy Highway (DER Über-Boogie des Albums!) und Word, mit einem beinahe psychedelischen Groove, werden von einer frischen Harp fein durchgepustet und I Was Told ist ein hübscher Lagerfeuer-Akustiksong zum Abschluss. Der Rest ist erwartungsgemäß und glücklicherweise guter alter Hard Rock, mal etwas bluesiger, mal etwas metallischer, mal etwas schneller und mal etwas eindringlicher. Grade so wie wir das mögen. Oder etwa nicht?

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 09.05.2006

Startseite > Alle Bands von A-Z > Rhino Bucket > And Then It Got Ugly

 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt