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Peter Frampton

Fingerprints

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Fingerprints
Fingerprints, SPV, 2006
Peter Frampton Guitars, Vocals
John Regan Bass
Chad Cromwell Drums, Percussion
Gäste:
Courtney Pine Sax
Warren Haynes, Hank Marvin, John Jorgenson, Mike McCready Guitar
Bill Wyman, Stanley Sheldon, Gary Westlake, Mark Griffiths Bass
Charlie Watts Drums
Chris Stainton Keyboards, Piano
Gordon Kennedy Guitar, Background Vocals
Arthur Stead, Blair Masters Keyboards
Shawn Fichter, Matt Cameron, Brian Bennett Drums, Percussion
Gustavo Ramirez Piano
Daniel de los Reyes Percussion
Paul Franklin Pedal Steel
Mark Harris Organ
Charlie Chadwick Acoustic Bass
Stephan Dudash Viola
Produziert von: Peter Frampton & Gordon Kennedy Länge: 55 Min 44 Sek Medium: CD
1. Boot It Up8. Cornerstones
2. Ida Y Vuelta (Out And Back)9. Grab A Chicken (Put It Back)
3. Black Hole Sun10. Double Nickels
4. Float11. Smoky
5. My Cup Of Tea12. Blowin' Smoke
6. Shewango Way13. Oh When...
7. Blooze14. Souvenirs de nos pères (Memories of our Fathers)

Mit dieser CD geht ein von Frampton lang gehegter Wunsch endlich in Erfüllung. Das ehemalige Teenie-Idol, das mit HUMBLE PIE und zeitweise auch als Solokünstler vor allem Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre um künstlerische Anerkennung gekämpft hatte, wurde immer wieder auf seinen Mainstream-Melody-Rock reduziert. Seit seinem Wechsel von A&M zum vergleichsweise kleinen (deutschen) SPV-Label riskiert Frampton wieder etwas, braucht keine Kompromisse mehr einzugehen.

Dass er ein exzellenter Gitarrist ist - in vielen Genres vertraut -, ahnte man; jetzt kann er es mit einem reinen Instrumentalalbum unter Beweis stellen. Für "Fingerprints", eingespielt mit renommierten Sessionmusikern, greift Frampton auf eine stilistisch breite Stückeauswahl zurück. Der Opener Boot It Up bietet melodischen Hardrock, durch ein Saxophonsolo von Courtney Pine veredelt. Der Übergang zum Latino-Swing Ida Y Vuelta (Out And Back) überrascht und beweist, dass Frampton auch versiert und locker mit einer akustischen Gitarre umgehen kann. Aufhorchen lässt auch seine Version des Songs Black Hole Sun (im Original von SOUNDGARDEN!); wer allerdings seine Voice-Box schon früher nicht mochte, springt dann gerne weiter.
Und es gibt durchaus noch einige Preziosen zu entdecken: z.B. das mit seinem Idol Hank Marvin (SHADOWS-Mastermind) komponierte und eingespielte My Cup Of Tea.
Offenbar aus gemeinsamen Sessions mit Bill Wyman's RHYTHM KINGS stammt die Bluesnummer Cornerstones, mit Chris Stainton an Piano und Orgel sowie der Rhythm Section mit Wyman und Charlie Watts. Ein Blues kommt selten allein: bei Blooze gibt's ein feines Gitarrenduell mit Warren Haynes (ALLMAN BROTHERS, GOV'T MULE).
Die Mehrzahl der Tracks sind Eigen- bzw. Gemeinschaftskompositionen. Nicht alle bleiben im Gedächtnis hängen, sind aber auch keineswegs als Füllmaterial einzustufen. Zum Abschluss mit Nr. 14 fühlt man sich in den "Hot Club de Paris" versetzt: Frampton brilliert als Django-Reinhardt-Jünger bei den Souvenirs de nos pères.

Wer Instrumentalalben grundsätzlich nicht mag, wird auch mit seinen "Fingerabdrücken" nicht viel anfangen können. Wer aber ein offenes Ohr für abwechslungsreiche und filigrane (E-) Gitarrenmusik hat, könnte auf seine Kosten kommen.

Roland Schmitt, (Artikelliste), 27.10.2006

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