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Nuno Mindelis

Twelve Hours

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Twelve Hours
Twelve Hours, Taxim Records, 2004
Nuno Mindelis Vocals & Guitar
Andrei Ivanovic Bass
Richard Montano Drums
Gäste:
Thiago "James" Cerveira Harp (Shake It), Back-up Tremolo Guitar (Crawling Back)
Flavio Naves Hammond Organ, Rhodes Piano
Produziert von: Nuno Mindelis Länge: 53 Min 43 Sek Medium: CD
1. You Better Believe It8. Crawling Back
2. Stormy Minded Man9. Dana's Song
3. Shake It10. I Can't Quit Singing The Blues
4. I Got You Baby11. Twelve Hours
5. Dizzy Slow Blues12. Chica & Sarah Loops
6. Rats & Leeches

Der brasilianische Bluesgitarrist Nuno "The Beast" Mindelis, der mit "Texas Bound" bereits ein hervorragendes Album vorgelegt hat, liefert mit "Twelve Hours" ein nicht minder gelungenes Werk ab.
War "Texas Bound" aus der Zusammenarbeit mit Tommy Shannon und Chris Layton (DOUBLE TROUBLE) entstanden, begleiten Mindelis dieses mal brasilianische Musiker. Geblieben ist Mindelis' Orientierung am Texas-Blues im Stil vieler bekannter Saitenzauberer, die den Texas-Blues bekannt gemacht haben.

Dieser 12-Bar-Blues hinterlässt 11 Volltreffer in den Ohren eines geneigten Blues-Rock Fans. 9 Eigenkompositionen und 2 Songs, die Paul Orta für Mindelis geschrieben hat, lassen jetzt schon sehnsüchtig auf eine neue Mindelis CD warten.
Mit dem Orta Song You Better Believe It wird das Album kraftvoll eröffnet. Diesen Song hat er wohl maßgeschneidert für Mindelis angefertigt. Zum Genießen Mindelis Gitarrensolo. Das sind dann schon 4:10 Minuten, die Freude auf mehr machen.
Auf Stormy Minded Man zeigt Mindelis, dass er das Handling des Wah-Wah perfekt beherrscht. So wird dieser Song auch von der Gitarre dominiert.
Shake It, der zweite Orta Song mit einem inspiriert spielenden Thiago "James" Cerveira an der Harp. Schade, dass dieser Mundharmonikaspieler auf der CD nicht öfter zu Einsatz kommt. Er hätte es verdient, denn sein Harpspiel passt so gut zu Nuno Mindelis' Blues.
Nach diesem Highlight wird es 4:33 Minuten so richtig laidback. Diesen Sound kann man sich nicht entziehen. I Got You Baby könnte unendlich so weitergehen.
Ein weiterer musikalischer Höhepunkt ist, der Titel sagt es schon, Dizzy Slow Blues (dizzy = schwindelerregend). Mindelis' Vocals klingen ordentlich verfremdet, so als würde er durch ein Harpmikrofon singen. Naves' Hammond ist gut in den Bandsound gemischt, manchmal aber zu sehr im Background.
Der "bluesigste" Song ist definitiv Rats & Leeches. Da lohnt es sich, auch auf Mindelis textliche Quatitäten zu hören.

Nach dem Slowblues-Instrumental Dana's Song kommt Mindelis auch textlich zu dem, was er lebt und empfindet. den Blues. I Can't Quit Singing The Blues. Ein Auszug aus dem Text:
"There's something about this music
No one can explain
You try your best to forget it
There it comes again
Some keep saying this kind of music is dead
Why then does it keep knocking on my head
Yeah I've been trying but I can't quit singing the blues."
Dem ist wohl nichts hinzu zufügen.
Hundegebell leitet den letzten Song ein. Was ist das denn nun? Völlig anderes diese 1:22 Minuten. Nuno Mindelis solo an der akustischen Gitarre. Das lässt ja nun aufhorchen. Besser kann ein, wenn auch kurzer Schlusspunkt nicht gesetzt werden. Feinste Gitarrenarbeit, mehr davon, Herr Mindelis. Bitte auch bei Konzerten zur akustischen Gitarre greifen.

Der Eindruck, der diese CD beim Rezensenten hinterlässt, ist wie gut alle an der CD beteiligten Musiker zusammenpassen und diese perfekt gemischt wurden. Etwas mehr Mundharmonika, wie schon geschrieben, wäre schön gewesen. "Twelve Hours" erfüllt bereits viele Wünsche, da will ich mal nicht noch einen "oben drauf setzen".

Joachim P. Brookes, (Artikelliste), 16.07.2005

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