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| Motörizer, Steamhammer/SPV, 2008 |
| Ian "Lemmy" Kilmister |
Vocals, Bass |
| Phil Campbell |
Guitars |
| Mikkey Dee |
Drums |
| Produziert von: Cameron Webb |
Länge: 39 Min 04 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Runaround Man | 7. English Rose |
| 2. Teach You How To Sing The Blues | 8. Back On The Chain |
| 3. When The Eagle Screams | 9. Heroes |
| 4. Eock Out | 10. Time Is Right |
| 5. One Short Life | 11. The Thousand Names Of God |
| 6. Buried Alive | |
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"We Are Motörhead", "Hammered", "Inferno", "Kiss Of Death" und jetzt "Motörizer". Das fünfte Studioalbum dieses Jahrzehnts ist wieder Beleg für einen Output an neuem Material, an welchem sich so einige Kollegen mal ein Beispiel nehmen könnten.
Das Doppelvinyl (CD auf Wunsch) ist nach - jetzt aufgepasst - "On Parole" (1976), "Motörhead" (1977), "Overkill" (1979), "Bomber" (ebenfalls 1979), "Ace Of Spades" (1980), "Iron Fist" (1982), "Another Perfect Day" (1983), "Orgasmatron" (1986), "Rock'n Roll" (1987), "1916" (1991), "March Ör Die" (1992), "Bastards" (1993), "Sacrifice" (1995), "Overnight Sensation" (1996), "Snake Bite Love" (1998) und den 4 genannten dieses Jahrtausends die zwanzigste Studioplatte. Chapeau meine Herren!
Dieses mehr als erwähnenswerte Jubiläum fällt übrigens zusammen mit dem Erscheinen der ersten Lemmy-Kilmister-Actionfigur (sic!). Der Máximo Líder des Rock'n Roll in Plastik gegossen, 15 cm hoch und für 21,90 Euro bei Amazon erhältlich. Da muss ein Modewort herangezogen werden, dessen ich mich sonst nicht befleißige: Krass!
Als Kilmisters Körperproportionen in diesem Zusammenhang vermessen worden waren, wollte er – zu Recht – wissen, ob seine Miniaturnachbildung denn auch einen Schwanz bekäme. Auf die verneinende Antwort des zuständigen Schlipsträgers konterte Lemmy ganz trocken: „Na, dann wird's wohl nichts mit der Action".
Alles in allem aber ein tolles Gimmick. Ob der Hersteller noch weitere Bandmitglieder (oder gar Groupies) nachlegt, war bis zum Redaktionsschluss leider nicht zu erfahren, ist aber eher unwahrscheinlich.
Das neue Album zeigt eindrucksvoll, dass MOTÖRHEAD noch immer eine Klasse für sich sind. Fast bin ich geneigt zu sagen, der Bass von Herrn Kilmister wirkt noch betörender als in der Vergangenheit (The Thousand Names Of God, One Short Life) das Gitarrenriffing noch punktgenauer als auf früheren Veröffentlichungen (Teach You How To Sing The Blues, When The Eagle Screams, Back On The Chain). Aber das täuscht sicherlich, ist doch eine neues MOTÖRHEAD-Album immer erst einmal etwas ganz Besonderes.
Wie schon auf "Inferno" und "Kiss Of Death", so gilt auch diesmal: just killers, no fillers, da überzeugt jeder Track, egal ob brachial (Buried Alive) oder sanft (Heroes).
Dass MOTÖRHEAD ohne Stilbrüche auskommen und Weiterentwicklungen nur im Ausnahmefall zu beobachten sind (z.B. Whorehouse Blues auf "Inferno") ist schon lange nicht mehr Manko, sondern vielmehr oft bewundertes Stilmittel, das Trio geht seinen Weg unbeirrt, come what may, come hell or high water. Oder, um es wieder einmal mit dem Bandleader zu halten: "This is yet another album from me and the chaps. Buy it and avoid embarrassment later".
MOTÖRHEAD auf Tour (Support: DANKO JONES & SAXON):
28.11. Düsseldorf - Philipshalle
29.11. Lingen - Emslandhallen
30.11. Bremen - Pier 2
02.12. Offenbach - Stadthalle
03.12. Bamberg - Jako Arena
05.12. Dresden - Messehalle
06.12. Stuttgart - Schleyerhalle
07.12. München - Zenith
Dies sind nur die deutschen Daten. MOTÖRHEAD touren zusätzlich durch die USA und Kanada, durch Frankreich, Belgien, Holland, Schweden, Finnland und natürlich durch das Vereinigte Königreich. Das Wahnsinns-Package MOTÖRHEAD, JUDAS PRIEST, TESTAMENT plus HEAVEN & HELL (!) bleibt leider den Amis vorbehalten. Schade.
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