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| Mon Roe, RoastingHouse Records, 2006 |
| Staffan Saint Anderson |
Vocals |
| Per Berlin |
Guitar |
| Anders Svensson |
Guitar |
| Jimmy Vai |
Drums |
| Peter Sundmark |
Bass |
| Gäste: |
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| Fredrik Silverberg, Dennis Trulsson, Mathias Larsson, Cecilia Berlin Englund & Sofie Gustafsson |
Backing Vocals |
| Anders Thorén |
Accordion (Rise Or Fall & Easy) |
| Produziert von: Mon Roe & Pontus Lindmark |
Länge: 41 Min 37 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Mexico | 8. Do You Notice? |
| 2. Won't Let You Go | 9. No More |
| 3. Boys & Girls | 10. Easy |
| 4. Rise Or Fall | 11. Fast Eddie |
| 5. Get Away | 12. Smaller Things |
| 6. Leave Me Alone | Bonus Video: |
| 7. Someday | Get Away |
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Immer wieder verblüffend, welch eine Langzeitwirkung eine Band wie THE KNACK hat. Ein gutes Vierteljahrhundert später klingt Boys & Girls der jungen Schweden MON ROE doch tatsächlich wie der kleine Bruder von My Sharona. Und damit wäre eigentlich beinahe alles über die Marschrichtung dieser Gitarrenrock-Kapelle gesagt. Spielereien wie die lustigen Anzüge mitsamt Krawatten und Retro-Haarschnitt und der vorgebliche Bezug zu Alfred Hitchcock sind halt für den Wiedererkennungswert, wie soll sich eine frische Pop-Band heute schon auch vom Heer der anderen Newcomer unterscheiden, außer man beißt irgendwelchen Tieren die Köpfe ab. Aber sogar das hatten wir schon.
Ebenfalls verblüffend ist, dass aus Schweden seit Jahren andauernd ziemlich flotte Tanzmusiker kommen. Das ist begründbar, unter anderem soziologisch, und drückt auch den Stellenwert einer Kultur in einem Lebensraum aus (wer schon mal auf Kuba war, weiß wovon ich grade spreche). Nun ist Schweden gemeinhin nicht als Hochburg der Spaßgesellschaft verschrieen, aber MON ROE produzieren (wie viele andere Elchbands) vorwiegend gut gelaunte Töne, die textlich durchaus ein paar essentielle Themen reflektieren.
Immer wenn's richtig nachdenklich wird, klingt es mir persönlich zu stark nach Sting oder gar U2, aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Wenn das Pedal anständig durchgetreten wird und die Gitarren schön scharf durch die Luft schneiden, erreichen MON ROE ganz problemlos bestes Partyniveau. Dazu der expressive Gesang von Staffan Saint Anderson und fertig ist eine eingängige, fetzige, bestens produzierte Guitar'n'Roll-Pop-CD, die die meisten Brit-Rocker, ob sie nun Franz oder Ferdinand heißen, so nicht hinkriegen würden. So einfach ist das.
Wer nicht zu alt zum rumhopsen ist, sollte das mal live anchecken:
11.05.2006, Warehouse (Phoenix Records), Hamburg
12.05.2006, Mensa Club, Greifswald
13.05.2006, PolarZoo Festival, Kulturbrauerei Kesselhaus, Berlin
14.05.2006, Atomic Café, München
15.05.2006, Sudhaus, Tübingen
16.05.2006, Altes Wasserwerk, Lörrach
17.05.2006, Blue Shell, Köln
18.05.2006, FZW, Dortmund
19.05.2006, Sinkkasten - Frankfurt
20.05.2006, Elfer, Frankfurt
16.06.2006, Summernight Festival, Laupheim
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