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Living Loud

Live

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Bild: T2 Media
Live
Live, Edel Records, 2008 (T2 Media, 2005)
Jimmy Barnes Vocals
Bob Daisley Bass
Steve Morse Guitar
Lee Kerslake Drums
Don Airey Keyboards
Mahalia Barnes, Jade Macrae & Juanita Tippins Backing Vocals
Produziert von: Steve Scanlon & Bob Daisley Länge: 78 Min 07 Sek Medium: CD
1. Last Chance8. Mr. Crwoley
2. I Don't Know9. Tonight
3. Every Moment A Lifetime10. Walk Away
4. Crazy Train11. Over The Mountain
5. In The Name Of God12. Gimme Some Lovin'
6. Flying High Again13. Good Times
7. Pushed me Too Hard

Nach dem Durchhören dieses Live-Albums wird sich so manche SABBATH-Tribute-Band noch einmal überlegen müssen, ob sie wirklich schon den richtigen Leadsänger und Frontmann gefunden hat. Mal ganz davon abgesehen, dass die hier beteiligte und illustre Scharr an Musikern ohnehin spieltechnisch über jeden Zweifel erhaben ist, muss man attestieren, dass Jimmy Barnes seine Ozzy-Versionen nur so raus drückt. Das Ganze mit einer fast unübertroffenen Coolness und einer einmaligen Rock-Power, so dass einem Hören und Sehen vergeht. Sehen? Ja, das Konzert wurde auch auf DVD verewigt. Diese liegt mir leider nicht vor, erlaubt sei an dieser Stelle jedoch der Hinweis, dass das aufgezeichnete Konzert bereits aus dem Jahr 2004 stammt. Location? Gleich ums Eck, Stage 11, Fox Studios, Sydney, Australien.

Living Loud Okay, Jimmy Barnes (COLD CHISEL) ist auf dem australischen Kontinent mit Sicherheit einer der beständigsten und besten Rockröhren, angefangen bei kernigem Hard Rock über Heavy Rock bis in den Blues Rock hinein. Steve Morse (DEEP PURPLE) bedarf keiner besonders großen Erwähnung, so sehr ist der Gitarrist Programm. Bob Daisley (Ex-RAINBOW, Ex-BLACK SABBATH, Ex-Gary Moore u. a.) ist ein Garant für bodenständigen und ehrlichen Bass-Sound, Lee Kerslake (inzwischen Ex-URIAH HEEP) trommelt wie immer timingsicher und treibt die Runde so mächtig an und Bob Daisley (Ex-RAINBOW, Ex-WHITESNAKE u. a.) hat schon so manche Nummer tastentechnisch veredelt.

Kaum ein großer Rockmusiker kommt im Laufe seiner Karriere am Madman vorbei. Zahlreiche Jungs inzwischen gereiften Alters haben entweder mit Ozzy zusammen auf der Bühne gespielt, ihn gecovert oder ihm sonst in irgendeiner Art und Weise bereits gehuldigt. Die hier gespielten Ozzy-Tracks entstammen überwiegend dem Jahr 1980, als Mr. Crazy als Solist unter eigenem Namen sein Debüt "Blizzard Of Ozz" gab. Das kann man drehen und wenden wie man möchte, Songs wie beispielsweise I Don't Know und/oder auch Crazy Train drücken dermaßen mächtig aus den Boxen, dass einen die pure Freude an der Rockmusik zwangsläufig erwischt. Selbst die nicht erwarteten und an sich standardisierten drei Backgroundladies können sich hier wunderbar in Szene setzen und passen überragend ins Konzept.
Mr. Crowley zog schon immer sein Leben aus einem röhrigen Hammond-Sound-Intro. So geschehen, und auch wenn Jimmy Barnes mit Effekten in der Stimme ausnahmsweise nicht ganz ans Original heran kommt, macht die Nummer mächtig Laune. Dafür stimmt das Beherrschen des Griffbrettes von Herrn Morse absolut. Over The Mountain vom 81er-Werk "Diary Of A Madman" erledigte an diesem Konzertabend sein übriges. Das rockt ohne Zweifel.
Und schweift man in eine andere Richtung ab, dann grooven Gimme Some Lovin' und Good Times ohne Ende. Das Label hat Recht, wenn es verspricht, dass diese Scheibe in jeder Hard Rock-Fan-Sammlung nicht fehlen darf. Ein rockiges Feuerwerk, auch als Neuauflage! Don't forget: Every Moment A Lifetime!

P.S.: Es handelt sich um die Europa-Veröffentlichung der bereits 2005 erschienen Import-CD mit dem Titel "Live In Sydney 2004".

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 15.10.2008

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