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King Crimson

The Power To Believe

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The Power To Believe
The Power To Believe, Sanctuary Records, 2003
Robert Fripp Guitar
Adrian Belew Guitar, Vocals, Electronic Percussion
Trey Gunn Touch Guitar
Pat Mastelotto Drums
Produziert von: King Crimson Länge: 51 Min 00 Sek Medium: CD
1. The Power To Believe I: A Cappella (0:44)7. The Power To Believe II (7:43)
2. Level Five (7:17)8. Dangerous Curves (6:42)
3. Eyes Wide Open (4:08)9. Happy With What You Have To Be Happy With (3:17)
4. Elektrik (7:59)10. The Power To Believe III (4:09)
5. Facts Of Live (Intro) (1:38)11. The Power To Believe IV: Coda (2:29)
6. Facts Of Live (5:05)

Starker Tobak erstmal, was da an meine Ohren dringt.
Leichte Lost waren KING CRIMSON ja noch nie und noch nie war es so einfach für den Hörer: Entweder man mag das Album, oder man mag es nicht.

34 Jahre ist es her, als die Band um Robert Fripp mit "In The Court Of The Crimson King" debütierte und ein Album schaffte, welches auch heute noch zu den "Must have" Alben eines jeden Rockfreunds gehört.

Im Vergleich zum Erstling brauche ich bei "The Power To Believe" allerdings mehr Zeit, um mich an die Klangstrukturen zu gewöhnen.
Klar, KING CRIMSON machte schon immer eine Art experimenteller Musik, angesiedelt zwischen Rock, Jazz und Klassik. Prog Rock, der etwas anspruchsvolleren Art.

Schräge, sägende Gitarrenriffs muss man mögen - ebenso wie erstmal wirr wirkende Soundgebilde und vor dem Einlegen der CD in den Player sollte man eventuell zuvor gehörte "normale" Rockmusik vergessen.
Eyes Wide Open ist da eher geeignet um langsam mit dem Album anzufangen. Hier gibt es relativ einfache Melodien, ohne diese vetrackten Strukturen.
Irgendwie indisch angehaucht dann The Power To Believe II. Sehr beruhigend und man kann meditieren oder aber entspannt mit dem Auto durch die Nacht fahren.

Obwohl nicht indisch klingend und mit einigem Mehr an Drive und Power meditiert es sich auch hervorragend bei Dangerous Curves.
Spannungsaufbau pur, Dynamik und sphärische Keyboardläufe. Zumindest hört es sich nach einem Keyboard an. Mir liegt die Promoversion vor und da gibt es keine Infos betreffend des Line-ups und das "offizielle Line-up" auf der Bandhomepage gibt da auch keine Antwort. Dieser Titel ist eigentlich auch für Anfänger geeignet.

Brutal was Rhythmus, Gesang und Gesamteindruck angeht, dann der Beginn von Happy With What You Have To Be Happy With. Wird es dann etwas ruhiger, werden untypische und damit unerwartete Akkordfolgen benutzt. Aber ich erwähnte es eingangs schon: Das Album wächst mit jedem Hören und hat man sich erst mal an "The Power To Believe" gewöhnt, entdeckt man immer wieder andere Facetten und Nuancen auf der CD. Man muss sich aber darauf einlassen wollen und auch eine gewisse Experimentierfreudigkeit mitbringen.

Den gleichnamigen Titelsong gibt es gleich in vierfacher Ausfertigung (ok, dreifach, zieht man das kurze A Cappella ab). Das ist meiner Meinung etwas zuviel.

Die Harcore Fans werden das Teil mögen, andere werden es nicht mögen. Gibt man der CD jedoch eine faire Chance, dann ist sicher der ein oder andere Lichtblick zu entdecken. Und wagt man sich gar öfters reinzuhören (was man unbedingt sollte), ja dann wird man die Scheibe auch geniessen können.

Allzu oft kommt "The Power To Believe" sicher nicht in den Player, denn zum einen darf man keinen Stress haben, da die Musik dann stellenweise wie ein Stressverstärker wirken kann und zweitens gib es Leute im Haus, die ich nicht unbedingt in den musikalischen Wahnsinn treiben möchte.

Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 07.04.2003

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