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CD-Review:
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Es gab einmal eine Zeit, da hat der junge Herr Fred viel Heavy Metal gehört. Das ging etwa 1977 los mit JUDAS PRIEST und dann SAXON und einer Menge New Wave of British Heavy Metal. IRON MAIDEN, gebe ich gern zu, waren nie unter meinen Favoriten. Die (inklusive Maiden) waren frisch und laut und es war eine Alternative zu den damals im Sinkflug befindlichen Dinos wie DEEP PURPLE oder LED ZEPPELIN. Und eine Abwechslung zu den Good Time Rockern QUO und AC/DC und den mir seinerzeit bekannten Bluesrockern Gallagher, Lee und Winter. Bands wie LYNYRD SKYNYRD waren grade nicht am Start und immer nur MOLLY HATCHET wäre auch fad gewesen. Genug konnte man damals schon nicht bekommen, also hat man sich all diese neuen Metal-Bands im Laufe der Zeit 4, 8 und 12 mal live angeschaut. Anfangs war's toll, dann okay und irgendwann nur noch laut. Das lag einesteils an der wahnwitzigen Geschwindigkeit, mit der diese Bands Platten und Tourneen ablieferten und gleichzeitig ausbrannten, andererseits an einer durch die Bank nachlassenden Songqualität und vor allem an den beginnenden Achtzigern, die bekanntlich zu makabren musikalischen Produktionsauswüchsen geführt haben. Die einen wurden zu widerlichen Hitparaden-Möchtegerns, die anderen suchten ihr Heil in Wiederholung und spätestens mit dem Auftauchen der amerikanischen Krawallbrüder METALLICA & Konsorten (denen ich bis heute zum größten Teil musikalische Qualität abspreche!) hat sich ohnehin alles verändert. Die waren NOCH schneller, härter und lauter. 1990 war für mich endgültig Schluss mit Stahl, da warfen PRIEST in einer Verzweiflungstat "Painkiller" auf die wehrlose Menschheit und das war einfach zu viel für mich. Eine in meinen Augen sinnlose Lärmattacke ohne Verstand, Melodie und Rock & Roll. Die Platte war wohl ihr größter kommerzieller Erfolg, für mich war das Kapitel Heavy Metal allerdings damit abgeschlossen. Und jetzt schreibe ich ausgerechnet über einen, Piet Sielck, der irgendwann Ende der 70er seine Karriere bei HELLOWEEN begonnen hat. Einer, der seit nunmehr 5 CDs und 7 Jahren mit seiner eigenen Band IRON SAVIOR klassischen 80ies-Metal macht und das dazu bisher auch noch im Sci-Fi Konzept-Gewand. Warum macht der Schmierfink das, wird sich der Leser fragen. Ich kann es erklären: "Battering Ram" ist die erste Heavy Metal Platte, die mir seit vielen Jahren wirklich gefällt! Kein Metall ohne Reibepunkte: Ich mag den Drumsound dieser CD nicht und ich mag das fast durchgehende Double-Bass Geballere nicht. Ein wenig dezenter wäre mir lieber gewesen. Aber das ist die einzige Kritik meinerseits an "Battering Ram". IRON SAVIOR kommen mit klassischem - heute altmodischem - Metal, der dort anschließt, wo leider Mitte der Achtziger der Bruch war. Straight gradeaus, immer direkt ins Gesicht, heavy, hymnisch, melodisch, perfekt gespielt, satteste Gitarrenwände, absolut keine Mainstream-Anwandlungen und - das größte Plus - mit menschlichem Gesang! Selbstverständlich bedienen IRON SAVIOR passend zur Musik auch alle textlichen Klischees ("I'm a heavy metal powered man"). Das erkennt man unschwer an den Songtiteln, aber es passt und muss wohl auch so sein. Wir reden von Heavy Metal und nicht von happy go lucky, Sonnenschein und Ringelreihen. Darüber hinaus kommt "Battering Ram" nicht mit einem Konzept wie die bisherigen Veröffentlichungen. Man kann also einzelne Songs hören, ohne sich irgendwo im konzeptionellen Niemandsland zu befinden. Es gibt noch einen äußerst verlockenden Aspekt an dieser CD: IRON SAVIOR sind in der Lage, Songs zu schreiben die sowohl heavy als auch catchy sind. Im besten Fall führt das zu einer gewissen Ähnlichkeit mit QUEEN (Riding Free). Kommt in dieser Härte gewaltig! Zu guter Letzt will ich mich outen. Nicht nur die CD knackt, auch das Artwork ist äußerst gelungen. Ich stehe durchaus auf diese Art mehr oder minder heroisch-/fiktiver Darstellung sowohl musikalisch als auch graphisch. Es muss nicht immer MANOWAR Kasperletheater sein! Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 20.05.2004
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