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| Hughes Turner Project 2, MTM Music/SPV, 2003 |
| Glenn Hughes |
Vocals, Bass |
| Joe Lynn Turner |
Vocals |
| JJ Marsh |
Guitars |
| Ed Roth |
Keyboards |
| Shane Gaalaas |
Drums |
| Gäste: |
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| Steve Vai |
Guitar Solo (Losing My Head) |
| Chad Smith |
Drums (Losing My Head) |
| Jeff Kollman |
Guitar (Burning The Sky & Keep On Shining) |
| Produziert von: Jeff Kollman & Mark Renk (Crumb Bros.), Glenn Hughes & Joe Lynn Turner |
Länge: 58 Min 07 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Revelation | 7. Time And Time Again |
| 2. Alone I Breathe | 8. Goodbye Friday |
| 3. Losing My Head | 9. Burning The Sky |
| 4. Going My Way | 10. Sofia |
| 5. Hold On | 11. Let's Talk About It Later |
| 6. Lost Dreams | |
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Zweite Kollaboration des Sangesduos Glenn Hughes und Joe Lynn Turner.
So gerne ich Glenn Hughes schon immer mochte, so suspekt war mir Turner seit seinen RAINBOW Zeiten. Noch schlimmer natürlich bei DEEP PURPLE. Weichspüler, Jammerlappen und Popstar waren die gebräuchlichsten Begriffe in meinen "beinharten" Rockerkreisen für diesen, zweifellos unglaublich talentierten, Sänger. Dass Turner grandios ist, kann man auf "HTP 2" nachhören, auch wenn er etwas hinter Hughes zurückstehen muss.
"Hughes Turner Project 2" ist seiner Zeit selbstverständlich mindestens 20 Jahre hinterher. Hard Rock dieser Sorte ist sowas von out, dass es schon fast wieder modern sein könnte. Wenn Hughes seine souligen Schreie ablässt und Turner dazu seine melodische Stimme in die Duettschlacht wirft, fühlt man sich stante pede in längst vergangene Jahrzehnte zurückversetzt. Da hilft auch nicht, dass einige Songs (Losing My Head, Alone I Breathe) den einen oder anderen modernen Touch aufweisen. Die beiden sind und bleiben retro und das ist auch ganz okay so.
Davon abgesehen ist die Modernität ohnehin nach wenigen Tönen erledigt und wird sofort von altmodischen Orgel- und Gitarrenheldenklängen abgelöst. NuMetal-Freaks haben garantiert keine große Freude an der CD.
"Hughes Turner Project 2" ist klassischer Hard Rock mit viel Melodie und glücklicherweise auch viel Härte und Power. Die genretypischen Balladenschleicher und Chart-Anbiederungen (heutzutage eh vergebliche Liebesmüh) finden kaum statt. Time And Time Again ist die unrühmliche Ausnahme. Knackiger, riffbetonter Powersound hat die Überhand. Zitiert wird ständig, mal in der eigenen Vergangenheit, mal in der anderer Classic Rocker (Coverdale bringt Songs wie Let's Talk About It Later leider nicht mehr zustande), aber das stört nicht weiter. Ist doch schön, wenn man immer mal wieder einen Exkurs zu DEEP PURPLE hören darf (Hold On).
Manko: Trotz aller gesanglichen Virtuosität und tighter Band schleichen sich ein paar songwriterische Langweiler ein. Nummern wie Lost Dreams oder Burning The Sky hat man in den 80ern zur Genüge gehört. Das ist zu wenig retro um Altrocker zu begeistern und - natürlich - zu wenig modern um Aufsehen zu erregen. Damit hat schon weiland Ritter Ritchie seinen RAINBOW das Grab geschaufelt. Dagegen stehen grandiose Fetzer wie Goodbye Friday oder Revelation, die mächtig in den Hintern treten.
Positiv fällt auch der weitgehende Verzicht auf instrumentale Selbstbefriedigung auf. Gitarre wenn Gitarre benötigt, aber glücklicherweise ohne große Yngwie Blackmore Dudelorgien. Auf dieser Platte stehen die Vocals im Vordergrund und die Band rockt, trotz namhafter Gäste, ökonomisch dazu.
Mein sentimentales Lieblingslied: Sofia. Glenn Hughes war im letzten Jahr erstmals in der bulgarischen Hauptstadt und hat sich in die Stadt und die Menschen verliebt. Ich kann ihn gut verstehen. Verpackt ist diese Liebeserklärung in einen riffigen Melodic-Rocker.
Feiner Hardrock, der beweist, dass nüchtern sein für alte Helden wie Hughes und Turner durchaus Sinn macht. Inwieweit solides Handwerk sich heutzutage kommerziell auszahlt muss allerdings noch bewiesen werden. Für Fans klassischer Rockmusik ist diese CD jedenfalls ein sicherer Tipp.
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