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| The Walkabout Of A. Nexter Niode - Part 1: Off The Path, FreakStreet Productions, 2003 |
| Brian Erikson |
Vocals, Pipes, Bells |
| Lou Roppoli |
All Guitars |
| A. Nexter |
Words & Music |
| Gäste: |
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| Ken O'Gorman |
Mandolin, Bass (Ol' Phat Fok & Blood From A Stone), Backing Guitars (Mainstream, Stranger & Blood From A Stone) |
| Mark Camilleri |
Keyboards & Synthesizer |
| John Maharaj |
Bass |
| Adam Warner |
Drums |
| John Johnstone |
Drums (Blood From A Stone) |
| Brian Collins |
Bass (Footnotes & Stranger) |
| David Borg |
Didgeridoo |
| Shana Kinsala |
Trombone |
| Michelle Minke |
Backing Vocals (Force Of Nature, Taj Mahal Daydream & Blood From A Stone) |
| Natalie Rogerson |
Backing Vocals (Force Of Nature, Taj Mahal Daydream & Blood From A Stone) |
| Peter Thompson |
Backing Vocals (Taj Mahal Daydream) |
| Jim Morris |
Backing Guitar (Taj Mahal Daydream) |
| Darren Poirier |
Guitar (Intro Mainstream) |
| Produziert von: House Of Not & Ken O'Gorman |
Länge: 50 Min 36 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Force Of Nature | 8. Sacred Cow |
| 2. Mainstream | 9. Ol' Phat Fok |
| 3. Footnotes | 10. Freakstreet |
| 4. Off The Path | 11. Stranger |
| 5. Taj Mahal Daydream | 12. High In The Himalayas |
| 6. Sad Silk | 13. Blood From A Stone |
| 7. A Mile In Those Shoes | 14. Sanctuary |
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Kann man Schönheit steigern oder wenigstens in angemessenen Worten beschreiben, ohne sich in theatralischen Buchstabenungetümen zu verfangen? Vermutlich nur, wenn man das Talent eines Goethe besitzt - beschränken wir uns an dieser Stelle also auf die einfache Berichterstattung über ein ganz und gar ungewöhnliches Projekt.
Wenn man sich im Bekanntenkreis über die "schönsten" Platten aller Zeiten unterhält, fällt fast immer zwangsläufig der Name "Dark Side Of The Moon". Dies mit vollster Berechtigung, denn PINK FLOYD haben sicherlich einige der eindrucksvollsten Werke der Musikgeschichte geschaffen.
Je nach persönlichen Geschmack wird diese Liste um x verschiedene Namen ergänzt, sei es Eric Clapton, die ALLMAN BROTHERS oder wer auch immer. Geeint werden all diese Namen durch eine Tatsache: Sie sind alt und den Höhepunkt ihrer Kreativität hatten sie allesamt irgendwann vor 30 Jahren.
So betrüblich es sein mag, Rockmusik IST alt. Die Fundamente sind zwar nach wie vor felsenfest verankert und unverrückbar, aber dem Gesamtkunstwerk Rock & Roll heutzutage eine neue Spitze aufsetzen, dürfte sich als unmöglich erweisen - und der Versuch ist durch die ungeschickte Politik der global agierenden Musikverdummungsindustrie in den letzten 25 Jahren auch regelmäßig kläglich gescheitert.
Wir können also nur noch über gelungene oder missratene Renovierungsarbeiten sprechen, denn die Fassade bröckelt zwar längst, wird aber noch einige Jahrhunderte überdauern. Vorausgesetzt, geldgierige Marketingstrategen machen Musik nicht vollends zum iPod- und Handy-Geräuschkulissen-Befüllungsmaterial.
Reden wir also über Schönheit.
HOUSE OF NOT aus Kanada haben 2003 begonnen, eine auf insgesamt fünf Teile ausgelegte Saga über den jungen A. Nexter, der mit Gitarre und Laptop in die Welt zieht, zu vertonen. Vor einigen Wochen konnten wir über den zweiten Teil "The Walkabout - Part 2: Sexus" berichten, jetzt liegt uns "Part 1: Off The Path" vor und man ist hin und her gerissen zwischen Bewunderung und dem zum scheitern verurteilten Bemühen, irgendwelche Verbindungen zwischen HOUSE OF NOT und seinen eigenen musikalischen Schönheitsidealen aus vergangenen Zeiten herzustellen. Man muss sich, trotz aller Affinitäten, von den bekannten Hörmustern trennen und sich einfach dem Geschehen hingeben. Sollte dennoch der unwiderstehliche Drang aufkommen, HOUSE OF NOT mit seinen Jugendhelden zu vergleichen: Bitteschön, nur keine Hemmungen. Aber vergesst nie, dass HOUSE OF NOT im neuen Millennium musizieren und nicht in den Untiefen der Siebziger des vergangenen Jahrhunderts.
Trotz der imposanten Teilnehmerliste auf beiden Alben, ist "Part 1" genau wie "Part 2" eine auf pure Musik beschränkte Angelegenheit. Niemals kommt das Gefühl von Überfrachtung oder Effekthascherei auf, im Gegenteil, die einzelnen Songs wirken sogar beinahe asketisch in ihrer schlichten Musikalität, sind aber selbstverständlich hochkomplex komponiert und gespielt. Das genau ist die Kunst: Dem Betrachter/Hörer den Eindruck von spielerischer Leichtigkeit zu geben, und dennoch prachtvolle Farben/Töne zu kreieren.
Dazu kommt natürlich die magische Stimme von "Erfinder" Brian Erikson, der die Story des A. Nexter fesselnd erzählt, dabei zu A. Nexter wird (und nebenbei einige Male an einen gewissen Steve Krikorian/Tonio K. in Bestform erinnert), und die wiederum grandiose Saitenarbeit auf dem gesamten Album. Die verschiedenen Gitarren klingen jederzeit so entfesselt, dass man vermeintliche "Götter" für von Gicht befallene Holzhacker halten könnte. Die Wechsel zwischen gefühlvoll-akustisch und berstend-brachial kommen so selbstverständlich wie überraschend und hinterlassen so einprägsame Spuren, dass die Phantasie wieder auf die Suche nach mutmaßlichen Vorbildern geht.
Die unglaublichsten Momente erzeugen HOUSE OF NOT immer dann, wenn sich die einzelnen Kompositionen auflösen und zu, wahlweise rockigen oder besinnlichen, kaum für möglich gehaltenen Höhenflügen ansetzen. In diesen Augenblicken sind H.O.N. purer Mainstream - Musik für Millionen. Man darf nicht vergessen, dass auch PINK FLOYD dereinst Mainstream waren: Mehr als 35 Millionen verkaufte Alben, alleine von "Dark Side Of The Moon", sprechen für sich und widerlegen die Mär vom grundsätzlich schlechten und verachtenswerten Massengeschmack.
Noch eine Intension, die natürlich nichts mit der Musik dieses Albums zu tun hat, sehr wohl aber mit der transportierten Emotion: "The Spliff Radio Show" aus dem Jahr 1980. Wer über diesen Querverweis auf Frank Zappa stoßen sollte oder an Nina Hagen erinnert wird... it's only Rock & Roll.
Genau wie mit "Part 2: Sexus", haben HOUSE OF NOT mit "Part 1: Off The Path" ein kulturelles Erbe geschaffen. Dumm nur, dass nicht bereits alle fünf Teile erschienen sind, man kann es nämlich kaum erwarten, den Fortgang der Geschichte zu erfahren.
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