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Keeper Of The Seven Keys

The Legacy
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Keeper Of The Seven Keys: The Legacy
Keeper Of The Seven Keys: The Legacy, Steamhammer/SPV, 2005
Andi Deris Vocals
Michael Weikath Guitar
Markus Grosskopf Bass
Dani Löble Drums
Sascha Gerstner Guitars
Produziert von: Charlie Bauerfeind Länge: 77 Min 41 Sek Medium: Do-CD
CD 1:CD 2:
1. The King For A 1000 Years1. Occasion Avenue
2. The Invisible Man2. Light The Universe
3. Born On Judgement Day3. Do You Know What You Are Fighting For
4. Pleasure Drone4. Come Alive
5. Mrs.God5. Shade In The Shadow
6. Silent Rain6. Get It Up
7. My Life For One More Day

Lange wurde ja auf einen ordentlichen Output der Kürbisköppe gewartet. Und eins kann ich schon jetzt sagen, es ist sicherlich das beste HELLOWEEN Album seit Jahren, um nicht zu sagen, seitdem Michael Kiske und Kai Hansen die Band verlassen haben.

Ein Fehler war es, meiner Meinung nach, das Teil "Keepers Of The Seven Keys: The Legacy" zu taufen. Die Erwartungen werden dadurch einfach zu hoch geschraubt. Als normales neues Album wäre die Platte sicherlich frenetisch abgefeiert worden, der Vergleich mit "Keepers" lässt natürlich hohe Ansprüche an das Songmaterial aufkommen. Haben sie es geschafft? Ja und Nein. Leider konnte die Qualität, die unbestritten da ist, nicht über die gesamte Doppel-CD gehalten werden.
Jede der CDs steigt mit einem fantastischen epischen Werk ein. King Of A Thousand Years auf CD 1 sowie Occasion Avenue auf dem zweiten Silberling sind absolute Highlights. Das Anfangs etwas chaotisch klingende Occasion Avenue gewinnt mit jedem Durchlauf, und ich hätte mir mehr solcher Songs auf einem "Keeper"-Nachfolger gewünscht. So sollte sich eine Band anhören, die sich noch mal neu erfinden kann und würdig das Vermächtnis solcher, seit Jahrzehnten von Metalfans generell verehrten Scheiben, antreten kann. Oder hatte man Angst, man könne dem Metal-Fan zuviel anspruchsvolles Material auf einmal nicht zumuten? Unsinn!

Anspieltipp ist eigentlich die gesamte CD 1. Unter anderem Invisible Man (komplexer Metal mit Helloween-typischen Gitarrenläufen), Born On Judgement Day (typisch Helloweenscher Mitsingchorus) oder auch das schon als Single erschienene Mrs. God (netter Versuchn einen Dr. Stein Clone zu schaffen). Silent Rain erfreut mit extensiver Doublebassdrum und dem unvermeidlichen Mitgröl-Chorus.
Soll ich ehrlich sein? CD 2 war unnötig. Das Songwriting der ersten CD konnte nicht gehalten werden. Es befinden sich nur, fast hätte ich gesagt, Füller drauf. Sei es die bittersüße Ballade Light The Universe, mit Blackmore-Muse Candice Knight im Duett mit Andi Deris, oder Shade In The Shadows, einmal mehr bei sich selbst abgekupfert. Alles nicht mehr wirklich in der Liga der anderen Songs. Get It Up My Life kommt da mit seinem MAIDENesquen Intro schon besser. Außerdem hört sich Andi hier irgendwie nach Micha Kiske an. Wobei Deris, technisch gesehen, definitiv der bessere Sänger von den beiden ist.

Fazit: Mehr Songs vom Kaliber Occasion Avenue und das Teil wäre seiner "Legacy" gerecht geworden. Die Jungs haben sich zu sehr an das Schema der alten Keepers-Scheiben gehalten, und darüber vergessen, dass sie weitaus mehr können als sich selbst zu kopieren. Mitgröl-Gassenhauer sind nicht alles.
Aufgrund des Titels bleibt ein schaler Nachgeschmack, aber "Keeper Of The Seven Keys: The Legacy" ist definitiv das beste HELLOWEEN Album seit Ewigkeiten.

Jörg Litges, (Artikelliste), 29.10.2005

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