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| One Night In Dublin - A Tribute To Phil Lynott, Eagle Vision, 2006 |
| Gary Moore |
Vocals, Guitar |
| Jonathan Noyce |
Bass |
| Brian Downey |
Drums |
| Brian Robertson |
Guitar |
| Scott Gorham |
Guitar & Backing Vocals |
| Eric Bell |
Guitar & Vocals |
| Produziert von: Gary Moore & Chris Tsangarides |
Länge: ca. 98 Min |
Medium: DVD |
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| 1. Walking By Myself | 8. The Boys Are Back In Town |
| 2. Jailbreak | 9. Whiskey In The Jar |
| 3. Don't Believe A Word | 10. Old Town (excerpt) |
| 4. Emerald | 11. Parisienne Walkways |
| 5. Still In Love With You | Bonus Feature: |
| 6. Black Rose | Interviews |
| 7. Cowboy Song | |
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"A Tribute To Phil Lynott" steht drauf und man hofft. Letztlich kommt natürlich nur eine Gary Moore One-Man Show dabei heraus, eine gute zwar, aber angesichts der auftretenden Namen eine wenigstens zur Hälfte enttäuschende. Grade mal old Eric Bell darf wirklich solieren und sogar singen, die anderen sind mehr oder weniger Staffage für Moore und seine Selbstdarstellung. Schade.
Moore hat sich nicht nehmen lassen, dieses Konzert einen Tag nach Lynotts 56. Geburtstag zu veranstalten, tags zuvor, am 19. August 2005, hatte Mrs. Lynott medienwirksam die bronzene Phil-Statue in Dublin enthüllt - man darf sich fragen, wer nun mehr in Andacht an das drogenkranke Genie verharrt: Mama, Gary, seine ehemaligen Kollegen oder die vielen Fans, die sechzig britische Pfund für das Event bezahlten. Ich persönlich wäre maximal angepisst angesichts von nur 10 Songs, davon eben mal 8 1/2 aus Phils Feder. Aber der Reihe nach.
Am Schlagzeug saß Brian Downey, der einzig wahre THIN LIZZY-Drummer. Fein gealtert, nicht sonderlich exaltiert, aber immerhin Downey. Für den bei diesem Anlass gänzlich unwichtigen Job am Bass (aaaaargh) hat sich Moore einen echten Charismatiker ausgesucht: Jonathan Noyce aus der aktuellen Besetzung von JETHRO TULL. Entschuldigung, Jonathan, aber öder geht's wirklich nicht. Steht der Kerl doch die ganze Zeit wie ein gelangweilter Blues-Onkel in seiner Lederjacke von C&A rum und grinst wie freundliches Falschgeld.
"A Tribute To Phil Lynott". Und los geht's mit Walking By Myself. Noch Fragen? Publikumsbilder sind dazu leider nicht zu sehen, aber wenn da nicht dem einen und anderen die Gesichtszüge entgleist sind... Ich halte es schlicht für eine Respektlosigkeit, so ein Konzert mit einem Egotrip einzuleiten. Dann Jailbreak im Trio, also Moore, Downey und Noyce, klasse Idee, denn daran hatte Moore nun gar keinen Anteil. Genau wie an Don't Believe A Word, das allerdings nach der drögen Balladenversion gleich noch als Rocker nachgeschoben wird und dann so richtig knallt. Keine Frage, Moore kann das ja alles spielen wie kaum ein anderer, aber hinter der Bühne hatte er an diesem Abend all die anderen Größen stehen und trotzdem gibt's nur Moore pur. Bei Don't Belive... vermisst man erstmals ernsthaft Phils Stimme.
Aber dann kommt Robbo. Aussehen tut [sagt man nicht!] er beängstigend, das aber schon seit Jahren, ganz nüchtern dürfte er auch nicht gewesen sein, vergreifen tut [Sprachdepp] er sich gleich beim ersten Double-Lead-Fill von Emerald, aber er macht aus der Kaffeefahrt ein Rockkonzert! Große Sorgen musste er sich ohnehin nicht machen, Moore spielt ja alle Soli, aber der Kerl ist halt Rocker 'till he dies. Zu Still In Love With You darf er sogar an den Bühnenrand und zeigen, dass ein Solo in einer LIZZY-Ballade nicht zwangsläufig nach Schwiegermamas Lullaby klingen muss. Inklusive Schieflage natürlich, aber das gibt dieser DVD eine gewisse Authentizität.
Als nächstes wird Scott Gorham abgefrühstückt. Der sieht richtig lässig aus und post genau wie Robertson 'in the good old style', darf aber auch nicht wesentlich mehr als die - bei T.H. selbstredend unglaublich wichtige - zweite Geige spielen. Aber Black Rose tut gut und geht runter wie Öl.
Der Cowboy Song lässt einen dann erstmals auf den Stuhl springen. Ziemlich messerscharf, was Gorham da liefert. Genau wie bei The Boys Are Back In Town. Natürlich fehlt die Stimme unbeschreiblich, aber da lassen Moore und Gorham wunderschön die Sau raus und verbeißen sich schier in die gemeinsamen Soli. Der käsige Bassist ist nicht zu sehen, zupfelt aber brav seinen Part runter.
Dann kommt der oben angesprochene Eric Bell und darf Whiskey In The Jar performen. Das ist nicht schlecht, das ist seinem Standard angemessen, der Mann spielt bis heute in den kleinen Clubs und kann nicht singen.
Der Abschluss ist dann Parisienne Walkways, wieder im Trio, endlos fad wie immer, und damit endet "A Tribute To Phil Lynott".
Tut mir leid, ein bisschen mehr "Tribute" und ein bisschen weniger Moore wäre mir und sicher vielen Fans lieber gewesen. Grade mal etwas über eine Stunde abzüglich den Nicht-LIZZY-Nummern ist wenig. Zu wenig.
. Ländercode: Ohne
. Sprache: Englisch
. Ton: 5.1 Dolby Surround, 2.0 Dolby Digital Stereo & DTS Digital Surround Sound
. Bild: 16:9
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