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The Black Crowes

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Warpaint Live

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Warpaint Live
Warpaint Live, Eagle Rock, 2009
Luther Dickinson Guitar
Steve Gorman Drums, Percussion
Sven Pipien Bass, Vocals
Chris Robinson Vocals, Harmonica, Guitar
Rich Robinson Guitar, Vocals
Charita White & Mona Lisa Young Backing Vocals
Produziert von: Terry Shand & Geoff Kempin Länge: 93 Min 23 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. Goodbye Daughters Of The Revolution7. Movin' On Down The Line
2. Walk Believer Walk8. Wounded Bird
3. Oh Josephine9. God's Got It
4. Evergreen10. There's Gold In Them Hills
5. We Who See The Deep11. Whoa Mule
6. Locust Street
CD 2:
1. Poor Elijah / Tribute To Johnson (Medley)4. Don't Know Why
2. Darling Of The Underground Press5. Torn And Frayed
3. Bad Luck Blue Eyes Goodbye6. Hey Grandma

Eigentlich fällt mir zu dieser CD nur die Feststellung ein, dass die CROWES in ihrem Tun eine ziemliche Konsistenz zeigen, um nicht zu sagen: sie sind die Krähen der Konsistenz (wieso, machte 'die Mutter aller Kriege' etwa mehr Sinn?). Eine Ausnahme bildete die Zusammenarbeit mit Page, weil es LED ZEP Material war, und vielleicht die erste CD.
Soll heißen: sie nehmen entweder eine gute Songidee und überfrachten sie dermaßen mit instrumentalem Input, dass jeglicher Ansatz von Groove und Swing augenblicklich in Grund und (southern) Matsch gestampft wird. Oder, genauso schlimm, sie nehmen eine minderwertige Songidee und hoffen, diesen Mangel durch instrumentalen Overkill überdecken zu können. Dann kommt noch der gepflegte Stones'sche und Faces'sche Garagenrumpelrock-Approach hinzu, und das Desaster ist perfekt. So geschehen auf dieser neuen CD, die "Warpaint" live darbietet plus einige Best of Tracks auf CD 2.

Und das ist deshalb ärgerlich, weil durchaus schöne Ansätze da sind - die 'Daughters of the Revolution' klingen gut, wenn auch wie schon mal gehört; oder etwa der Shuffle in der Mitte von Wounded Bird. Kaum hat man die uninspiriert vor sich hinjaulende Slide mal für einen Augenblick hinter sich gelassen, und Robinson hält auch endlich mal die Klappe, geht die Band für etwa 10 Sekunden gut ab, dann muss wieder gesungen werden, drei Instrumente gleichzeitig solieren, und alles wird - wie gehabt - zu 'Kunscht' umdekliniert. Kann ja nicht mal nur ein einfacher STONES-Rocker sein, denn die schreibt man ja mit Links und hört man jeden Tag; also langweilig.
Ausnahme: die Balladen. Locust Street lädt nun absolut nicht zum Overkill ein, und siehe da: ist ein schönes Stück Musik, There's Gold In Them Hills auch.
God's Got It hat für ein paar Sekunden eine schöne Slide, ohne dass die Orgel wieder rummahlen muss … für ein paar Sekunden. Die Call & Answer Sektion ist auch ganz nett, da sind alle mit Singen beschäftigt. Aber sobald es midtempo wird, geht zumeist leider alles den Bach hinunter in den Southern-Sumpf, wo es erstickt. Warum das alles so heavy dargebracht und instrumental überfrachtet wird? Das sorgt für vermeintlich mehr Tiefe … Bedeutung … Power, oder was auch immer.

Auch CD 2 beweist nur: die CROWES sind Torn And Frayed im Exil auf der Hauptstraße, und auch die STONES kommen wohl nicht zur Hilfe, so schön die Slide auch wieder kurzzeitig jubiliert. Nee nee, macht mal keinen Fehler - die sind gut auf ihren Instrumenten, Robinson ist ein passabler Sänger, also der beste für diese Art Musik nach Jagger; daran liegt es nicht. Aber seit "The Southern Harmony…" hängt der Himmel leider voller Instrumente, die auch alle immer zu jedem Moment spielen müssen, und das fluppt nich. Hört euch Torn And Frayed der Altmeister an, und dann von den CROWES - und ihr hört, was ich meine.
Jimmy Page, der ja auch gerne mal ein Riff so oft wiederholte, bis sich jeder eine Currywurst holen ging, war der kongeniale Partner für das Crowes'sche Verständnis guter Musik, und daher klappte auch die Zusammenarbeit mit ihm. Und daher ist die erste CROWES CD eine Ausnahme - da machten sie das nämlich noch nicht, damals.

Wertung: ärgerlich.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 18.05.2009

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