HoR Logo kl CD-Review:

Logo AIM

Precious Time

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > AIM > Precious Time

Link Homepage:
Offizielle AIM Homepage
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
BOB-Media
Link Vertrieb:
Zyx Music
Link Promotioncompany:
Brooke-Lynn Promotion

Unser Disclaimer
Precious Time
Precious Time, Echozone/BOB-Media, 2006
Martin Christian Kemnitz Lead Vocals, Electric & Acoustic Guitars, Drums
Eike Birkmeier Keyboards & Vocals
Andreas Mattern Bass & Vocals
Gäste:
Dennis Eisermann Guitar
Anke Kullmann Cello (Covergirl & Angel)
Manfred Kemnitz Violin (Covergirl)
Helga Birkmeier Additional Vocals (Kiss Me Baby)
Produziert von: Martin Christian Kemnitz & Eike Birkmeier Länge: 69 Min 02 Sek Medium: CD
1. Rock'n'Roll Star8. Naked Together
2. Lovely Day9. Die For You
3. Covergirl10. Silent Seas
4. Somebody11. Angel
5. Kiss Me Baby12. Feel Your Life
6. Why Don't You13. Everything You Are
7. Ghostwriter14. Somebody (Acoustic Version)

Aaaah, halbwegs moderner Rock-Pop ohne Betroffenheitslyrik und Jammerlappenattitüde aus Deutschland. Es wird nicht gegrönemeyert, nicht getomtet, auch nicht juvenil gestillert und am Mikro steht kein Girlie, nur ein klein wenig wird geliquidot (Rock'n'Roll Star flutscht fein rein), im Großen und Ganzen einfach frisch - jedoch nicht unbeleckt von elektronischen Spielereien, Anspruchsdenken und britischen Vorbildern - drauflosgemacht.
Obwohl, so richtig drauflos sind AIM dann doch nicht, die Aufnahmen zogen sich immerhin beinahe zwei Jahre hin, bis nun endlich, nach einer ersten EP von 2002, diese CD erscheinen konnte. Und ein paar "Deutsche Eigenschaften" (was macht eigentlich Berti Vogts jetzt?) haben die drei Wuppertaler auch vorzuweisen. Offensichtlich plant da jemand recht zielgerichtet und konsequent seine Karriere - was sich auch in zwei, drei augenfälligen Hit-Versuchen auf "Precious Time" deutlich zeigt. Nicht so schlimm, die meisten der vierzehn Songs (plus eine akustische Version von Covergirl - wahrscheinlich der erfolgsträchtigste Titel) kommen peppig und glaubwürdig daher - auch wenn das Songwriting irgendwann im Verlauf der recht langen Scheibe doch etwas zu lahmen beginnt und der "Gag" mit dem Hidden Track längst wirklich völlig ausgelutscht ist.

Die Pluspunkte von AIM sind der weitestgehend pathosfreie, angenehme Gesang, die eingängigen Melodien und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Computer. Die Technologie ist präsent, lässt aber die Ursprünglichkeit einer richtigen Band am Leben.
Im ersten Satz steht "halbwegs". Grund: Natürlich hat man vieles schon gehört und immer wieder merkt man auf und sucht im Hinterstübchen nach dem eigentlichen Erfinder des grade gelaufenen Hooks. Aber wie ließe sich das im Jahr 2006 verhindern? Immerhin kommen auf diese Weise so fröhlich-witzige Popsongs wie Ghostwriter zustande. Das kriegen nicht zu viele deutsche Kapellen hin.
Ganz auf ihre Qualitäten als Trio verlassen die nicht mehr ganz jungen Männer sich allerdings nicht. Ein Gast-Gitarrist ist beinahe ständig dabei und ein Schuss Geigenseligkeit kommt vereinzelt auch noch dazu, verklebt zum Glück aber nicht die Geschmacksnerven.

"Precious Time" ist ein leichtgängiges, nur gemäßigt verkopftes Album geworden, ohne jeden Zweifel kompatibel für fast jede größere Menschenmasse, nicht sonderlich geeignet für auf der Suche befindliche Neuton-Fanatiker, nicht wirklich bissig, aber auf jeden Fall angenehm fluffig und bestens konsumierbar. Ich nehm das Teil gerne zur nächsten Gartenparty mit, weil da auch gewöhnliche Radiohörer kommen.
Dass die CD exakt den gleichen Titel hat wie die der Labelkollegen HUMAN ZOO, ist sicher Zufall und sollte angesichts der musikalischen Unterschiede nicht zu Verwechslungen führen.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 21.05.2006

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:
Startseite > CD-Reviews > AIM > Precious Time

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum