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Artikel/Biographie:
The Warren Brothers |
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Eine weitere Band, die sich, ähnlich wie die SONS OF THE DESERT, in angenehmer Weise vom alten Countryklischee "Meine Frau hat mich verlassen und mein Hund wurde von einem Truck überfahren" abhebt, sind die aus Tampa, Florida, stammenden Warren-Brüder. Aufgewachsen in "Amish-People ähnlicher Art" - so gab es bis zum 17. Lebensjahr kein Fernsehen - in der Realität einer modernen Großstadt, schöpften Brett (lead vocals, acoustic guitars, keyboards, harmonica, mandolin) - äußerlich ein wenig dem jungen Elvis ähnelnd, und Brad Warren (electric-/acoustic guitars, harmony vocals), ein wenig sensibler und intellektueller wirkend, schon frühzeitig viel ihres zwiespältigen Humors, der heute größtenteils in ihren Songs reflektiert wird. Nach dem Motto "die Rolling Stones oder Missionare werden", beginnen sie ihr Leben nach dem High School-Abschluss als Full Time-Musiker. Es folgten um die 300 Gigs jährlich, meist in den Beach Clubs Floridas Küste entlang, bis beide eines Tages zur Einsicht gelangten, dass dies nicht die geeignte Atmosphäre für echte Songwriter ist. Die CD startet direkt mit dem funkigen Hammerstück Guilty und bietet zwölf
abwechslungsreiche Songs, allesamt aus der eigenen Feder. Die Resonanz auf dieses tolle Werk lässt nicht lange auf sich warten: Es gibt jeweils eine Nominierung für das 'Vocal Duo Of The Year' von der Country Music Association als auch für das 'Top New Vocal Duo/Group' von der Academy Of Country Music. Eine weitere positive Synergie ist die professionelle Einstellung, die beide mit ihrer Band,
laut eigener Aussage, aus diesen 'Majoracts' für sich und ihre Entwicklung mitnahmen. Darin liegt für mich auch einer der Gründe, warum es beiden gelingt, mit ihrem zweiten Album, "King Of Nothing", die Qualität ihres Erstlingswerkes noch zu toppen. Alles in allem ein toll gelungenes, sehr abwechslungsreiches Werk mit wunderbaren Gitarrenpassagen und herrlichen Melodien. Auch Brett Warrens wandlungsfähige Stimme verleiht der CD ihren besonderen Touch und den erneuten kleinen Kick nach vorne. Die beiden haben, nach Meinung vieler Experten, bisher dem Anspruch, frischen Wind nach Nashville zu bringen, in allen Bereichen Genüge getan und der New Country Musik der heutigen Zeit, gerade auch was ihre Live Shows angeht, die Richtung vorgegeben. Typisch Brett Warrens Statement in einem Interview dazu, was ihre Art, Musik zu machen bewirken sollte: "Tanzende, singende und trinkende Leute sowie gutaussehende Girls überall, Cowboys, die sich fragen 'Was geht denn hier ab?', wenn wir plötzlich Songs von Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan oder LYNYRD SKYNYRD am Ende der Show auspacken, das ist, was wir wollen!" THE WARREN BOTHERS: Brüder, die ernste Songs schreiben wollen, für die das Leben aber zu kurz ist, um ernst zu sein. Engel und Bengel gleichzeitig. Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 29.10.2001
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